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Thrombose der Beinvenen – Risiken, Behandlung, Prophylaxe

Wann spricht man von einer Thrombose Zunächst gab der Venenspezialist einen Einblick in das Thema: Das Wort Thrombose kommt aus dem griechischen Wort thrombos = Klumpen. Eine Thrombose ist ein Blutgerinnsel im tiefen Venensystem des Körpers. Von einer Thrombose spricht man bei einer teil – oder kompletten Verlegung einer tiefen Vene (das Gerinnsel „verlegt“ die Vene, das Blut kann nicht mehr weiter fließen). Sind nur die Stammvenen ( oberflächliches Venensystem ) oder Seitäste betroffen, handelt es sich lediglich um eine oberflächliche Entzündung eines venösen Gefäßes, eine Thrombo – / oder Variko - phlebitis. Jährlich ist von 1-2 Thrombosefällen / 1000 Einwohnern auszugehend, im Alter nimmt die Häufigkeit deutlich zu auf 1 Fall /100 Einwohner . Zu ca. 90 % sind die unteren Extremitäten und Beckenvenen betroffen, die obere Extremitäten sind deutlich seltener betroffen.




Die tiefe Venen Thrombose tritt akut und praktisch immer nur einseitig auf, häufig nach Ruhephasen wie einer langen Autofahrt oder nach Flügen. Auch nach Ruhigstellung des Beins z.B. durch einen Gips, nach Operationen oder längerer Bettruhe kann es zu einer Thrombose kommen.

Eine erhöhte Gefahr für die Entstehung eine Thrombose bringen verschiedene Faktoren wie Östrogene, Rauchen, Schwangerschaft, Flüssigkeitsmangel mit sich. Aber auch genetische Faktoren können eine Thrombose verursachen. Liegen keine der benannten Faktoren bei einer Thrombosenbildung vor, sprechen die Ärzte von einer „ungetriggerten Thrombose“, also einer Thrombose die ohne Grund auftritt, hier besteht die erhöhte Möglichkeit, dass die Thrombose ein  Nebenbefund eines Malignoms sein kann (Malignom bezeichnet in der Medizin einen malignen (bösartigen) Tumor — eine bösartige Gewebeneubildung). Eine Tumorabklärung ist in solchen Fällen sinnvoll. Die Thromboseneigung ist entsprechend bei bereits bekanntem Tumorleiden erhöht.


Die Untersuchung der Venen bei Thromboseverdacht Das wichtigstes Untersuchungsgerät ist das Ultraschallgerät. Durch Ultraschallwellen kann der Blutfluss hörbar und durch Aufzeichnen einer Kurve auch sichtbar gemacht. Der Venenspezialist führt die Ultraschallsonde außen am Bein entlang. Dabei werden Schallwellen durch die Haut in das darunterliegende Gewebe gebracht. In Abhängigkeit von der Strömungsgeschwindigkeit kommt es, je nach Richtung der Schallwellen, mit oder gegen den Blutstrom, zu einer Beschleunigung oder Verlangsamung der reflektierten Wellen. Mit der Ultraschall Untersuchung können krankhafte Rückströmungen objektiviert und Strömungshindernisse wie Verschlüsse durch Thrombosen erfasst werden.

Mittels Kompressionssonographie werden nebenwirkungsfrei oberflächliche und tiefe Venenthrombosen diagnostiziert. Der behandelnde Arzt drückt bei dieser Untersuchung mit dem Schallkopf engmaschig auf die zu untersuchenden Venen und prüft ihre Komprimierbarkeit. Wenn die Vene frei durchgängig ist, kann man sie komplett komprimieren (zusammendrücken). Ist die Vene thrombosiert, dann ist sie nicht oder nur wenig komprimierbar. Die Untersuchung findet im Idealfall auf einer sogenannten „Kippliege“ im Stehen statt und ist die bevorzugte Untersuchungsmethode zur Thrombosediagnostik.


Anzeichen für eine Thrombose Die Symptome einer akuten Thrombose sind sehr unterschiedlich ausgeprägt. Häufige Anzeichen sind (teilweise massive und schmerzhafte) Beinschwellungen, oft in der Knöchelregion und am Unterschenkel, teils auch bis in den Oberschenkel reichend. Damit einhergehender Husten und Rippenbogenschmerz oder gar plötzlich auftretende Atemnot können auf eine Lungenembolie hinweisen. Der Referent weist an dieser Stelle die Besucher darauf hin, bei einem Verdacht auf Thrombose sofort den Hausarzt aufzusuchen, dieser wird bei bestätigtem Verdacht den Patienten zum Facharzt weiterleiten. Man sollte an Wochenenden aber nicht „bis Montag warten“, sondern direkt ins Krankenhaus gehen. Eine nicht behandelte Thrombose kann zu einer Lungenembolie und damit auch zum Tod führen. Bei nicht diagnostizierten und unbehandelten Thrombosen erleiden ca. 30% der Betroffenen eine symptomatische Lungenembolie.


Therapie der Thrombose Die Therapie der Thrombose umfasst zum einen die umgehende und konsequente Kompressionsbehandlung durch das Tragen von Kompressionsstrümpfen. Ebenfalls wird ein Mittel zur Gerinnungshemmung verabreicht. Der Behandlungsverlauf wird weiter vom behandelnden Arzt kontrolliert und dauert bis zu 6 Monate – in manchen Fällen auch länger. An dieser Stelle weist der Referent eindringlich darauf hin, wie wichtig die Kompression – für manche Patienten sogar lebenslang – ist. Denn ohne Kompression besteht die Gefahr für ein PTS nach der Thrombose. PTS, kurz für postthrombotisches Syndrom, bezeichnet Stauungsbeschwerden durch beschädigte Venenklappen im tiefen Venensystem – oder einen persistierender Verschluss von Leitvenen. Die Folge ist eine anhaltende Stauung im Unterschenkel. Diese führt zu Hautveränderungen, Pigmenteinlagerung und degenerativem Umbau von Haut und Unterhaut. Auch offene Beingeschwüre (Ulcera) können eine Folge sein. Diese „Spätkomplikationen“ können teils erst 10-15 Jahre nach einer Thrombose auftauchen.


Im Facharzt-Zentrum QmediKo finden regelmäßig Fachvorträge zu verschiedenen medizinischen Themen statt, der Eintritt ist frei.

Referent Gefäßchirurg Dirk Arbogast

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