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Pro und Contra: Nutzen und Risiken des Mammographie-Screenings

Bericht zum Vortrag von Roger P. Klose, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.

„Jeder kennt jemanden der an Brustkrebs erkrankt ist, oder ist selbst betroffen“.

Zunächst erläuterte der Facharzt den Grundgedanken des bundesweit flächendeckenden Mammographie-Screenings, zum dem in Deutschland alle Frauen zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr alle 2 Jahre schriftlich eingeladen werden. Die Kosten für diese gesetzlich geregelte Reihenuntersuchung belaufen sich jährlich auf 200-300 Millionen Euro. Bundesweit ist von jährlich ca. 70.000 Brusterkrankungsfällen auszugehen. Über 17.000 Frauen sterben jährlich daran. Das Ziel der flächendeckenden Mammographie-Untersuchungen ist eine Reduktion der Sterblichkeitsrate. Wenn auch die häufigste, so ist Brustkrebs i. d. R. nicht die gefährlichste Krebsart bei Frauen.


Rechtzeitig erkannt und behandelt, sind die meisten Erkrankungen heilbar Die Teilnehmerquoten bei diesen Untersuchungen liegen jedoch bundesweit lediglich bei etwa 50 %, Schwäbisch Hall befindet sich mit über 60 % deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Detailliierte Zahlen und statistische Erhebungen seien aber zu diesen Untersuchungen und vor allem auch zur eventuellen Prävention und Reduktion der Sterblichkeitsrate sehr schwierig zu erheben, da es in Deutschland kein zentrales Krebsregister gibt, so Klose. Die Krankenkassen erhalten Diagnosen und Befunde verschlüsselt, was eine genaue statistische Auswertung erschwert.

Das Mammographie Screening sei für Frauen freiwillig, aber empfehlenswert führte Klose weiter aus. Dies belegte er anschaulich mit Zahlen: Bei Tumoren, die kleiner als 2 cm sind, werden ohne ein Mammographie-Screening lediglich 49 % dieser Veränderungen entdeckt, mit Mammographie-Screening hingegen 80 % aller Veränderungen.


Bei einem Mammographie-Screening untersuchen 2 Ärzte unabhängig voneinander die Patientin. Sollte es zu einem Befund kommen, wird in der Regel mittels einer Stanzbiopsie eine Gewebeprobe entnommen, die im Labor untersucht wird. Wenn eine Krebserkrankung vorliegt, erfolgt die weitere Brustkrebsbehandlung direkt in der Region in einem Brustkrebszentrum. In Schwäbisch Hall ist dies das “Brustzentrum Hohenlohe”, welches in der Frauenklinik des Diakonie-Klinikums etabliert ist.

Die Fachliteratur zur Mammographie stecke voller Widersprüche, so der Frauenarzt. Als klares „Pro“ für das Mammographie-Screening stellte Klose anschaulich dar, dass durch diese Untersuchung bereits kleine Kalkveränderungen im Gewebe erkannt werden können. Diese sind bei Ultraschall- oder Tastverfahren (der Selbstuntersuchung der Brust nach möglichen Knoten oder Veränderungen) häufig nicht erkennbar. Diese Kalkablagerungen können aber zu weiteren Gewebeveränderungen bis hin zu Krebs führen. Wichtig sei zur Früherkennung von Brustkrebs die Verbindung der verschiedenen Untersuchungsformen: Ultraschall, Selbstuntersuchung der Brust und Mammographie in Kombination. Der Facharzt erklärte den Anwesenden nochmals, wie genau die Selbstabtastung der Brust durchzuführen ist und empfahl eindringlich, dies wirklich regelmäßig zu tun.  Ein „Contra“ sei die Strahlenbelastung, der die Patientin bei der Behandlung ausgesetzt sei, diese spiele aber keine wesentliche Rolle in Betracht auf die teils folgenschwere Erkrankung, um die es bei dieser Untersuchung ginge, führt Klose weiter aus.


Im Anschluss an den Vortrag hatten die Besucherinnen die Möglichkeit, Fragen zu stellen: In der regen Diskussion wurden nochmals die Pro und Contra- Argumente hinterfragt und von Klose ausführlich erläutert.


Zusammenfassend machte der Facharzt für Frauenheilkunde nochmals klar: Wir reden hier nicht von Schwarz oder Weiß, also Brustkrebs ja oder nein, es gibt unglaublich viele unterschiedliche Varianten von gut- bis bösartig, im Körper wandernd oder strahlend. Aber als Fazit sei festzuhalten: Egal um welche Form des Brustkrebses es sich handelt, früh erkannt ist die Gewebeveränderung mittlerweile in den meisten Fällen therapier- und heilbar.

Im Facharzt-Zentrum QmediKo finden regelmäßig Fachvorträge zu verschiedenen medizinischen Themen statt, der Eintritt ist frei.




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