(function(i,s,o,g,r,a,m){i['GoogleAnalyticsObject']=r;i[r]=i[r]||function(){(i[r].q=i[r].q||[]).push(arguments)},i[r].l=1*new Date();a=s.createElement(o),m=s.getElementsByTagName(o)[0];a.async=1;a.src=g;m.parentNode.insertBefore(a,m)})(window,document,'script','//www.google-analytics.com/analytics.js','ga'); ga('create', 'UA-152609842-1', 'auto'); ga('send', 'pageview'); Osteoporose – die verkannte Volkskrankheit
  • Facharzt-Zentrum QmediKo

Osteoporose – die verkannte Volkskrankheit

Bei der Osteoporose handelt es sich um eine systemische Skeletterkrankung, die durch eine niedrige Knochenmasse und eine Verschlechterung des Knochengewebes charakterisiert ist, so der Facharzt für Orthopädie, Dr. Ralf Keller. Zur Erklärung zeigt er Bilder von Knochenquerschnitten, die den Verlauf der Osteoporose deutlich machen. Im Zuge der Erkrankung, die dazu führt, dass das Knochengewebe schneller abgebaut wird, werden die Knochen zunehmend porös und brechen schon bei leichten Belastungen.

Die Ursache der Osteoporose ist ein gestörter Knochenstoffwechsel, der einen vermehrten Abbau von Knochenmasse nach sich zieht. Im Verlauf sinkt jedoch nicht nur die Knochendichte, auch der Feinaufbau (Mikroarchitektur) der Knochen verändert sich.

Die genauen Ursachen, die eine Osteoporose auslösen, sind bis heute nicht bekannt. Zu den allgemeinen Risikofaktoren zählen neben einer familiären Veranlagung insbesondere ein höheres Lebensalter, das weibliche Geschlecht, Calcium- und Vitamin D-Mangel, zu wenig Bewegung und Rauchen, sowie Untergewicht mit einem BMI <20. Zu den speziellen Risikofaktoren zählt der Referent Schilddrüsenerkrankungen, Rheumatoide Arthritis, Herzinsuffizienz und neurologische Erkrankungen wie Parkinson oder Alzheimer.


Osteoporose wurde von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) in die Liste der weltweit 10 bedeutendsten Krankheiten aufgenommen, sowohl was die Krankheitsfolgen, als auch die dafür aufzuwendenden Behandlungskosten betrifft.



Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer In Deutschland leiden 2 Mio. Frauen und 800.000 Männer unter den Folgen von Wirbelbrüchen, die durch Osteoporose verursacht sind. 90% aller Hüft- und Wirbelbrüche sowie 70% aller Unterarmbrüche sind bei Frauen nach den Wechseljahren auf Osteoporose zurückzuführen. Geschätzte ca. 6 Millionen Osteoporose-Patienten sind bundesweit von der Erkrankung betroffen.


Die Diagnose von Osteoporose Die Basisdiagnostik besteht aus mehreren Bausteinen: Zunächst erfolgt eine professionelle Erfragung von medizinisch relevanten Informationen durch Fachpersonal (Anamnese). Hinzu kommen der klinische Befund, der sogenannte Timed up and go Test (klinischer Test zur Beurteilung der Mobilität und des Sturzrisikos eines Patienten), der Chair rising Test (Aufstehtest - Sturzgefährdet ist jeder, der nicht in 11 Sekunden oder schneller 5 mal aus einem Stuhl in üblicher Höhe aufstehen kann ohne sich dabei mit den Armen abzustützen), sowie einer Knochendichtemessung und ggf. Labordiagnostik.

Zur erweiterten Diagnostik zählt die Osteodensitometrie mit DXA-Messung. Bei der Untersuchung wird das Ausmaß der Knochendichteerniedrigung durch eine Messung an 3 definierten Stellen (LWS und Hüfte) festgestellt. Die DXA-Messung zeichnet sich durch eine sehr geringe Strahlenbelastung aus und gilt als Standardmethode der WHO und DVO (Dachverband Osteologie e.V.).


Therapie bei Osteoporose Die Therapie stützt sich auf 3 Grundsäulen, so Ralf Keller in seinem Vortrag. Diese sind: Ernährung, Bewegung und Medikamente.

Im Rahmen und unter Berücksichtigung dieser drei Grundsäulen sollten Risikofaktoren vermieden und das Frakurrisiko (das Frakturrisiko beschreibt die Wahrscheinlichkeit, einen Knochenbruch zu erleiden) gesenkt werden.

Aktivität und Sturzvermeidung gelten als wichtige Prophylaxe bei Osteoporose. Die Muskelkraft und Koordination sollte aufgebaut werden, darüber hinaus gilt es, Ursachen bei häufigen Stürzen abzuklären und diese auszuschließen.

Der Facharzt empfiehlt eine Zufuhr von 1000 mg Kalzium / Tag, welche über die Ernährung abgedeckt werden kann. Käse enthält besonders viel Calzium, aber auch Joghurt, Broccoli oder Nüsse gelten als Calzium-Lieferanten. Bei erhöhtem Sturzrisiko empfiehlt der Referent eine zusätzliche Einnahme von Vitamin D. Der Verzicht von Nikotin zählt auch zu den Maßnahmen, die ergriffen werden sollten.

Darüber hinaus wird auch mit Medikamenten therapiert, welche hier in Frage kommen, wird bei jedem Patienten individuell entschieden und verordnet.

Zusammenfassend weist der Haller Orthopäde Ralf Keller die Besucherinnen und Besucher darauf hin, dass der Lebensstil einen entscheidenden Einfluss sowohl auf die Entstehung der Osteoporose, als auch auf eine Therapie dieser hat. Die Ernährung spielt eine ebenso wichtige Rolle wie Bewegung. Darüber hinaus sollten Risikofaktoren die beispielsweise gegeben sind durch Schilddrüsenfehlfunktionen, die Einnahme von Antidepressiva, entzündliche Darmerkrankungen, erkannt und behandelt, bzw. soweit möglich vermieden werden.


Bericht zum Vortrag „Osteoporose“ durch den Schwäbisch Haller Orthopäden Dr. Ralf Keller.


Im Facharzt-Zentrum QmediKo finden regelmäßig Fachvorträge zu verschiedenen medizinischen Themen statt, der Eintritt ist frei.

qmediko_logo_4c_2x.png

Facharzt-Zentrum QmediKo
Weilerwiese 5

74523 Schwäbisch Hall

Copyright © 2020
Facharzt-Zentrum QmediKo®