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  • Facharzt-Zentrum QmediKo

Neue Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten aus der Frauenheilkunde

Es gibt mittlerweile sehr viele neue Diagnose- und Behandlungsmethoden in der Frauenheilkunde. Damit einhergehend auch neue Begriffe wie HPV Impfung, Tomosynthese und Checkpoint Inhibitoren.


Dies sind die Schlagworte, die künftig in Bezug auf Frauenheilkunde häufiger fallen werden und die der Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Roger P. Klose den Zuhörerinnen und Zuhörern im Rahmen seines Vortrags im Facharzt-Zentrum QmediKo umfassend erklärte.


Zunächst ging der Referent auf Neues aus dem Bereich der HVP Impfung ein. Humane Papillomaviren, kurz HPV, zählen zu den häufigsten Vireninfektionen und neben Chlamydien zu den häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten.

Bei einer Infektion mit HVP Viren gibt es keine Therapie – es kann nur vorsorglich geimpft werden. Frauen sind von dieser Infektion häufiger betroffen und die Ansteckung durch Geschlechtsverkehr erfolgt oft bereits im jugendlichen Alter. In Deutschland übernimmt der Staat die Impfkosten. Seit diesem Jahr gibt es einen neuen Impfstoff, der mehr HVP Viren abdeckt als bisher (insgesamt sind ca. 150 verschiedene Arten der Viren bekannt).


Bundesweit liegt die Impfrate derzeit bei 45%, wobei die höchsten Impfraten mit über 60% in den neuen Bundesländern liegen.

Warum ist die Impfung so wichtig? Die HVP Viren können die Vorstufe zu einer ernsthaften Erkrankung wie beispielsweise Gebärmutterhalskrebs sein, weshalb der Facharzt gerade jungen Menschen zu dieser Vorsorgeimpfung rät.


Neue Diagnosemöglichkeiten von Brustkrebs durch High-Tech in der Medizin 

Brustkrebs ist nach wie vor die häufigste bösartige Krebserkrankung bei der Frau. Die Sterberate liegt konstant bei ca. 18.000 Frauen pro Jahr allein in Deutschland. Aber: Es tut sich sehr viel, so der Referent. Die Hightech-Medizin ist auf dem Vormarsch. „Wir haben gute Ärzte wir haben gute Krankenhäuser - damit sollte es gelingen, die Heilung anzugehen.“ Die Zahlen in Bad.-Württemberg sind gut: Die Brustkrebs Heilungsrate liegt bei 83 %. Mammografie und Ultraschall gelten mittlerweile als „alte Verfahren“ in der Brustkrebs-Diagnose. Ein modernes Verfahren zur Brustkrebsdiagnostik ist die Tomosynthese: Sie erzeugt im Gegensatz zur herkömmlichen digitalen Mammographie (2D) eine Serie von Schichtaufnahmen, die eine dreidimensionale (3D) Darstellung der Brust ermöglicht.

Es gibt bereits Studien, die Tomosyntese künftig mit Ultraschall zu kombinieren. Dabei wäre man in der Lage auch die Befunde zu erkennen, die in der einen oder anderen Diagnoseform nicht erkennbar sind, aber in der Kombination beider Verfahren erkennbar würden. Die Umsetzung hierfür wird noch einige Zeit und Forschung benötigen, aber man sei auf „gutem Weg“ so der Facharzt.


Big Data in der Medizin.

Ist das Auslesen einer großen Datenmenge in der Gesellschaft eher negativ behaftet, so bringt es doch gerade im medizinischen Bereich einen sehr großen Nutzen für die betroffenen Patienten.

Durch Stoffwechselmessung in der Mammografie beispielsweise kann man Veränderungen des Tumors im Therapieverlauf sehen, dies Sammlung dieser Daten bei vielen verschiedenen Patientinnen und verschiedenen Behandlungen ergibt die sogenannte Big Data. Früher wurde erst operiert und dann diagnostiziert. Heute hat sich dies genau umgedreht. Diagnosen sind dank Big Data sehr schnell und früh möglich. Umfangreiche Datenerhebungen helfen so auch, erfolgreichen Therapien von nicht erfolgreichen übersichtlich zu trennen. Die Daten die aufgezeichnet und erhoben werden sind ein „Schatz“, so der Mediziner. Ein Befund allein sagt oft nicht viel aus, aber die Summer der Befunde lässt vielseitige Schlüsse auf eine erfolgreiche Behandlungsform zu.


Personalisierte Medizin.

Es werden heute vermehrt individuelle Therapieverfahren bei Brustkrebs eingesetzt. Diese gab es früher einfach nicht. Wachstumsbedingungen, Gentests und viele Punkte mehr werden in eine personalisierte Therapie eingebunden. Ein Beispiel dafür ist die Herzeptin Therapie. Herceptin enthält als Wirkstoff Trastuzumab, ein humanisierter monoklonaler Antikörper, der als Arzneistoff bei bestimmten Formen des Brustkrebses und des Magenkrebses verwendet wird. Trastuzumab bindet an den epidermalen Wachstumsfaktorrezeptor HER2/neu auf der Zelloberfläche von Krebszellen, wodurch deren Wachstum gehemmt wird. Die die Grundsteine wurden bereits in der 90er Jahren gelegt. Heute profitiert die Medizin davon und kann sehr gute Erfolge vorweisen.

Darum ist der Datenabgleich in der Medizin so wichtig um immer gleichbleibend gute medizinische Versorgung und Therapien anbieten zu können. Man kann heute bereits vor einer Chemotherapie sagen ob eine Patientin von der Therapie profitieren wird oder nicht. Dies ist sehr wertvoll, da auf diese Weise keine „unnütze“ Therapie durchgeführt wird.


Checkpoint – ganz neuer Ansatz zur Therapie.

Ein Melanom war die Grundlage: Es gab keine Medikamente und Therapie. Hier wurde im Immunsystem aber ein Trick gefunden, wie die bösartigen (Karzinomzellen) reagieren und wie man diese unschädlich machen kann. Bereits vor 20 Jahren ging man davon aus, der Schlüssel zur Krebstherapie sei das Immunsystem. Heute nutzt man diese Erkenntnis mittels Immun-Checkpoints.

„Wir lassen nicht locker“, so der Facharzt für Frauenheilkunde in seinem Fazit: „Wir Mediziner verwalten nicht nur Befunde, wir bilden uns fort und wollen die Themen angehen. Wir sind schon in der Lage sehr viel zu erreichen, aber wir wollen noch mehr.“




m Facharzt-Zentrum QmediKo finden regelmäßig Fachvorträge zu verschiedenen medizinischen Themen statt, der Eintritt ist frei

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