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  • Facharzt-Zentrum QmediKo

Gesichtspunkte – es geht um Ihr Gesicht.

Bericht zum Vortrag von Dr. Dr. Peter Romsdorfer im Rahmen der QmediKo®-Veranstaltungreihe: Der Mediziner begann einleitend damit, den Beruf des Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgen zu erläutern: Man verbindet die Fachärzte oft nur mit den Zähnen, doch sie sind auch außerhalb des Mundes tätig und kümmern sich um das ganze Gesicht.

Wie wichtig das Gesicht eines Menschen für die Wirkung auf sein Umfeld ist, erklärt sich von selbst: Bereits im 18 Jahrhundert wurden Bücher darüber geschrieben was der Gesichtsausdruck über das Wesen eines Menschen sagt. Daraus soll der Schluss gezogen werden, ob jemand Intelligent, faul, etc. ist.

Das Gesicht ist etwas besonders. Es sind immer Emotionen damit verbunden. Wenn man von dem Gesicht und damit verbundenen plastischen Operationen spricht, denkt man in der Regel nur an die Haut.

Die Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgen sprechen allerdings von weitaus mehr: Die Zähne beispielsweise bilden maßgeblich ein Gesicht. Ein Mensch ohne Zähne wirkt mürrisch, der Gesichtsausdruck insgesamt unfreundlich. Darum sind im ersten Schritt im Zuge einer Behandlung immer zunächst die Zähne zu betrachten und ggf. Änderungen vorzunehmen- dies ist mit Zahnimplantaten gut möglich- im Gegensatz zur Brücke wird durch ein Zahnimplantat auch eine Rekonstruktion des Zahnfleischs berücksichtigt und so ist es möglich, ein optimales Resultat zu erzielen.


Fehlende Zähne = fehlende Attraktivität. Doch, was ist Attraktivität? Was ist Ästhetik? Attraktive Gesichter sind nur „Mittelmaß“. In einer Studie wurden die „schönsten Frauen Deutschlands“ (Abbildungen von Miss Germanys) bildlich über einander gelegt und eine „virtuelle Miss Germany“ erstellt. Man hat versucht so auszumachen, was ein schönes Gesicht ausmacht. Genau dasselbe hat man auch in der anderen Richtung versucht. Was macht einen weniger attraktiven Menschen aus?


Fazit: Ein gut ausgeprägtes Mittelgesicht ist bei Frauen wichtig, bei Männern zudem ein stark ausgeprägtes Kinn. Alles zusammen genommen ist aber der entscheidende Faktor eine GLATTE HAUT.


Hochglanzmotive von schönen Menschen in Zeitschriften haben nichts mit der Realität zu tun, diese Bilder sind immer nachbearbeitet. Genau das aber gefällt aber den Menschen und unser Wunsch ist es, diesen Bildern nahe zu kommen. Zunächst versuchen wir, den Körper dazu zu bringen, die Eigenregeneration der Haut anzuregen. Entwickelt dazu wurden das Mikroneedling, oft auch mit Eigenblut.


Beim Mikroneedling werde kleine Nadeln in die Haut gestoßen, mehrere Hundert Male. Dies aktiviert auch die Haut in der Tiefe. Diese Methode entstand ursprünglich durch die Behandlung von Aknenarben durch Durchstechen mit Nadeln. Weiß gebliebene Narben wurden früher in Hautfarbe tätowiert. Die Pigmente haben sich mit der Zeit aufgelöst und die Narbe kam zurück. Durch das Tätowieren, was ja eigentlich das Needling ist, gingen Narben zurück, die Struktur hat sich verbessert. Man kann keine Narben „wegzaubern“, bekommt aber eine sehr gute Verbesserung zustande, so der Referent in seinem Vortrag.


Diese Methode wird heutzutage nicht nur bei Narben, sondern im ganzen Gesicht angewendet, um die Haut zu verbessern. Entscheidend hierbei ist die Tiefe, mit der die Nadeln einstechen. In der Facharztpraxis wird mit Nadeln in einer Tiefe von 1-2 mm behandelt, dies erfolgt unter Lokalanästhesie. Unter Vollnarkose kommt man in eine Tiefe von bis zu 3mm.


Der Referent veranschaulicht die möglichen Erfolge am Beispiel von Kranken, die er in Nepal behandelt hat, hier konnte den Patienten mit dieser Methode bei schwer vernarbten Brandverletzungen geholfen werden.


Eine Variante ist die Fraktionierte CO2 Laser Therapie (ähnelt dem Needling) – Bei starken Narben kann eine extreme Verbesserung erzielt werden. Wie geht das: Der CO2 Laser schießt mehrere 100 Löcher pro Quadratzentimeter in die Haut. Diese Löcher sind so klein, dass es nur zu minimalen äußeren Verletzung der Haut kommt, in der Tiefel wird aber das Gewebe angeregt neu Hyaluron zu bilden und wieder straffer und fester zu werden. Die Möglichkeiten sind deutlich größer als beim klassischen Needling. Die Menge der Einstiche, die Tiefe und die Breite der Löcher die in die Haut gestochen werden, kann variiert werden.  Besonders bei Aknenarben werden sehr gute Ergebnisse erzielt. Die regelmäßige Wiederholung bei beiden Methoden wichtig: Im Abstand von 3 Wo bis 3 Monaten, mindestens 3-4 Mal sollte die Behandlung wiederholt werden. Feine Falten werden durch die Behandlung deutlich gemildert, die Haut ist fester.


Im Nachfolgenden ging der Referent auf die verschiedenen Varianten von Fillern ein, die zur Faltenunterspritzung genutzt werden. Hyaluronsäure ist dabei DAS Mittel der Wahl, das heutzutage angewendet wird. Hyaluron bindet Wasser, was die Haut prall und elastisch macht und den Zellen die benötigte Flüssigkeit gibt. Platziert wird direkt unter der Haut, im Muskel oder am Knochen. Doch nicht nur Falten, auch andere Körperteile werden behandelt: Bei Frauen beispielsweise dünnen die Ohrläppchen aus und es können keine Ohrringe mehr getragen werden. Durch Hyaluronsäure wird das Ohrläppchen problemlos aufgefüllt.


Eine Alternative ist die Fettgewebstransplantation: Es wird (in der Regel an der Innenseite des Knies) Eigenfett entnommen und dieses als Filler genutzt. Man unterscheidet hier zw. Makro-, Mikro- und Nano-Aufbau. Beim Makro-Aufbau werden große Mengen verwendet, zum Beispiel bei einem Brustaufbau nach Tumor Operationen. Im Gesicht wird in der Regel mit Mikro-Mengen gearbeitet, der Nebeneffekt ist, dass auch eine Verpflanzung der Stammzellen stattfindet. Man hat nicht nur den Volumen, sondern auch den regenerierenden Effekt für die Haut.

Beim Thema Hautreduktion ging der Facharzt besonders auf das Thema Hängelider ein. Nicht nur optisch, auch medizinisch kann dies zum Problem werden, wenn der Betroffene nichts mehr sehen kann. Bei der Entfernung der überschüssigen Haut muss besonders auf die Tiefenstruktur geachtet werden und darauf, weshalb so ein Hautüberschuss entsteht. Man muss das ganze System, also alle umgebenden Strukturen beachten, es sind oft nicht nur die Oberlieder, auch die Augenbrauen, bzw. die ganze Stirn kann hängen. Wenn man also nur das Lid korrigiert genügt das oft nicht und das Ergebnis ist nicht befriedigend. Beim Eingriff wird am Haaransatz geschnitten weshalb der Chirurg die Strukturen und Anatomie sehr gut kennen muss. Damit wären wir quasi schon beim Facelift.


Es gibt heutzutage unzählige Methoden eines Faceliftings. Welches in Frage kommt muss mit dem Arzt besprochen werden. Der Referent stellte anschaulich die Grundlagen dieser Operationen dar.


Eine häufige und bekannte Form der Behandlung von Falten erfolgt mit Botulinumtoxin. Gesichtsmuskulatur drückt in der Regel Emotionen aus.


Das sogenannte „Ärger-Gesicht“ mit der „Zornesfalte“ zwischen den Augenbrauen ist der Einsatzort von Botulinumtoxin. Entstanden ist dies aus Forschungen eines Dermatologen und einer Augenärztin. Die Augenärztin behandelte einen Patienten mit Botulinumtoxin an einem Schliessreflex des Auges. Dabei verschwand die Stirnfalte (1987). ABER der tatsächliche Mr. Botox ist Justinus Kerner, ein Arzt aus Gaildorf, der bereits im 18 Jahrhundert das Botulinumtoxin entdeckt hat (nebenher hat er auch noch die schwäbische Landeshymne geschrieben).

Abschließend zeigt Dr. Dr. Peter Romsdorfer noch die Facial Feedback Hyptnose auf : Liest man ein Comic lachend ist es viel lustiger als wenn man ihn nicht lachend liest.


Fazit des Vortragenden: Lachen Sie mehr!

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