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Digitalisierung in der Zahnmedizin

Digitalisierung in der zahnmedizinischen Diagnostik Der Referent Dr.Dr. Peter Romsdorfer stellte anschaulich dar, dass die klassische Untersuchung mit dem Spiegel nach wie vor stattfindet, es gibt Dinge, die lassen sich einfach nicht digitalisieren. Was sich aber durchaus digitalisieren und dadurch vereinfachen lässt ist die Dokumentation. Heutzutage wird fotografisch dokumentiert: In ein Gehäuse in der Größe einer elektrischen Zahnbürste ist die Kamera eingelassen und kann im Mund fotografieren.


Die Weiterentwicklung der Röntgendiagnostik
 Eine weitere, in der Zahnmedizin sehr wichtige Diagnoseunterstützung ist die Röntgendiagnostik. Erst seit 1961 gibt es das Panoramaröntgen. Das Gerät fährt einmal rund um den Kopf und fertigt dabei Panoramaaufnahmen. Der Nachteil der herkömmlichen Technik: Der Film musste wie ein normaler Farbfilm entwickelt werden, dies geschah direkt beim Zahnarzt. Das nahm natürlich viel Zeit in Anspruch. Seit 1986 kann digital geröntgt werden. Der größte Vorteil ist, dass dieses Röntgenbild dem behandelnden Arzt ohne jegliche Zeitverzögerung zur Verfügung steht. Es kann sofort ein Befund stattfinden. 

Aber ob nun digital oder analog: Beide Aufnahmen sind nur 2-dimensional. Der Nachteil der 2D Aufnahmen sind Überlagerungen der Strukturen und die Verzerrung der Aufnahmen, dies erschwert korrekte Messungen. Abhilfe schafft die 1972 erfundene Computertomografie in 3D: Keine Verzerrungen, die Dimensionen stimmen. Seit 1997 gibt es die digitale Volumentomographie. Es hat aber noch ungefähr 10 Jahre gedauert bis diese Geräte in die Zahnarztpraxen kamen. So konnten erstmals in den Praxen Querschnitte erzeugt werden. Heute kann sich der Arzt so durch den kompletten Kiefer „scrollen“ um gefährdete Strukturen zu erkennen und Operationen festzulegen.

Fast jeder hat diese unangenehme Untersuchung schon einmal über sich ergehen lassen müssen: Die zahnärztliche Abformung. Aus dieser wird ein Gipsmodell erstellt, mit diesem Modell wurde dann weitergearbeitet um Zahnprothesen, Brücken oder Kronen zu fertigen. So ein Gipsmodell ist sehr exakt, das zu digitalisieren erfordert großen technischen Aufwand. 1987 wurden erste (nicht Alltagstaugliche) Geräte hierfür entwickelt. Heute fertigen modernste Intraoral-Kameras in unter 3 Minuten einen kompletten Kieferscan. Viel wichtiger als die Schnelligkeit aber sind die Ergebnisse: Die 3D Modelle können am Computer in alle Richtungen gedreht und vermessen werden. Brücken und Prothesen werden optimal eingeplant. Auch Implantate können damit direkt abgeformt werden, der Computer setzt dann virtuell das Implantat in den Digitalscan ein. Die Vorteile gegenüber der zahnärztlichen Abformung sind die stark verkürzte Behandlungszeit bei gleichbleibender Qualität der Aufnahmen und Abdrücke. Zudem ist im Bereich der Röntgendiagnostik eine 3D Beurteilung möglich und eine einfache Speicherung unter strenger Einhaltung des Datenschutzes der Patienten ist gegeben.

Nach Sammlung der Daten kommt es zur Behandlungsplanung: Früher erfolgte die Planung von Implantaten anhand von analogen Röntgenaufnahmen. Die Problematik bei der Planung anhand dieser Aufnahmen lag vor allem darin, dass kein Maßstab gegeben war und die Aufnahme zudem noch verzerrt dargestellt wurde. Aus diesem Grund hat man damals zusätzliche Röntgenaufnahmen mit Metallkugeln angefertigt. Diese Kugeln waren dann im Röntgenbild zu sehen und die Implantate konnten mit Hilfe eines Zirkels geplant werden. Doch digitaler Fortschritt sieht anders aus: Mittels digitaler Implantatplanung können diese seit 2010 direkt in 3D im Röntgenbild durchgeführt werden. Seit ca. 5 Jahren kann man das Implantat am Computer simuliert einsetzen und sehen, ob alles passt und keine Nerven etc. verletzt werden. Dank künstlicher Intelligenz wird das digitale Scanbild einer Intraoralkamera in das Röntgenbild integriert. Dies kombiniert 2 komplett unterschiedliche Dinge, was analog unmöglich war. Per Mausklick können Kronen oder Implantate in das Bild gezogen werden, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Die Digitalisierung bringt also tatsächlich in der Phase Planung die größten Vorteile. Früher hat man mit deutlicher weniger Planungsmöglichkeiten operiert und erst während der OP Entscheidungen treffen müssen, was tatsächlich im Mund zu tun ist. Heute geschieht der Großteil bereits vorab ohne Anwesenheit des Patienten. Die OP läuft deutlich schneller und reibungsloser ab, da sie viel besser planbar ist.


Sind „Feste Zähne an einem Tag“ dank modernster Zahntechnik möglich? Der Referent ging zunächst darauf ein, wie wichtig es ist, dass die Implantate fest im Knochen stehen. Voraussetzung ist, dass auch genügend Knochen im Kiefer vorhanden ist. Wenn ja, kann das Implantat früh belastet werden. Das Wichtigste dabei ist, das Implantat genau da hin zu bringen, wo es geplant wurde. Dazu wird eine Bohrschablone gefertigt. Früher machte dies ein Techniker – heute macht es der Computer. Diese Behandlungsmethode kann sehr exakt durchgeführt werden. Diese Bohrschablone kann am 3D Drucker gefertigt und direkt vom behandelnden Arzt genutzt werden. Hierfür werden ausschließlich medizinisch zugelassene Kunststoffe verwendet. Vorteil der Digitalisierung in der Implantologie sind die exaktere Diagnose, kürzere Behandlungszeiten, besser platzierte Implantate / bessere Prognose, weniger Misserfolge und eine geringere Strahlenbelastung für den Patienten,


Das Fazit des Facharztes für Mund- Kiefer- und Gesichtschirurgie war:  Bis in 10 Jahren wird die gesamte Therapie und Zahntechnik wieder völlig anders aussehen als heutzutage und wir dürfen gespannt sein, was alles kommt.

Referent: Dr.Dr.Peter Romsdorfer Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie Schwäbisch Hall Zur Homepage der MKG Schwäbisch Hall

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